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Tierschutz in Bulgarien

Viele Straßentiere leiden

Wie in vielen anderen europäischen Ländern leben auch in Bulgarien etliche Hunde und Katzen schutzlos auf der Straße. Krankheiten und Hunger begleiten sie täglich und ständig werden neue Tiere geboren, die ihr Leben auf der Straße bewältigen müssen.

Unermüdlich kämpfen Tierschutzorganisationen dafür, dass die Tiere mehr Schutz und Ansehen genießen.

Sind Straßentiere in Sicherheit?

Als letztes Land in der EU verabschiedete Bulgarien 2008 ein Tierschutzgesetz, das sich sehr vielversprechend liest: Das Töten von Straßenhunden ist in Bulgarien verboten, es existieren im Land also keine Tötungsstationen oder andere Einrichtungen, in denen die Tiere entsorgt werden. Laut Gesetz sollen freilebende Hunde eingefangen, kastriert und wieder ausgesetzt werden.

Das Tierschutzniveau im bulgarischen Tierschutzgesetz ist vergleichsweise hoch. Doch bedeutet das, dass freilebende Vierbeiner unbeschwert und sicher leben können? Leider nein. Für flächendeckende Kastrationen der Tiere fehlen überall die finanziellen Mittel, so dass sich die Hunde und Katzen sich unkontrolliert vermehren.

Ein weiterer Faktor für die hohe Anzahl an Straßentieren: In Bulgarien werden Haustiere häufig ausgesetzt.


Für mehr Schutz: Tierschützer:innen kämpfen für jedes Tier

Tierschutzvereine in Bulgarien leisten jeden Tag Unglaubliches: Sie versorgen nicht nur zahlreiche Vierbeiner, sondern klären auch die Bevölkerung über Tiere und ihre Bedürfnisse auf. Mit einer Spende unterstützt du Tierschützer:innen, die in Bulgarien aktiv sind.

Jede Futterspende stellt für die Helfer:innen vor Ort eine große Entlastung dar.

 

Ausgesetzt und im Stich gelassen

Sie werden angeschafft als Zeitvertreib, Kinderspielzeug oder Wachhund: Für viele Menschen in Bulgarien haben Haustiere keinen besonders hohen Stellenwert. Durch Aufklärungsprojekte werden zwar immer mehr Menschen für den artgerechten Umgang mit Hunden und Katzen sensibilisiert, doch gerade in ländlichen Regionen kommt es oft vor, dass Tiere ausgesetzt werden. Da diese Vierbeiner selten kastriert sind, tragen sie dazu bei, dass die Population der freilebenden Tiere rasant steigt.

Dennoch ist in großen Städten wie Sofia ein Rückgang der Population der Straßenhunde zu verzeichnen. Die Arbeit der Tierschützer:innen sowie Kastrationsprojekte zeigen also langsam Wirkung. Doch wie sieht es mit streunenden Katzen aus?

 

„Tiere sind für viele Menschen in Bulgarien nichts wert und werden oft als Last oder Dreck empfunden und demnach auch behandelt. Viele Menschen setzen ihre Tiere aus, wenn sie sie nicht mehr wollen oder binden sie irgendwo an und niemand interessiert es. Manche Hunde leben ihr ganzen Leben an einer kurzen Kette im Garten.“

ProStreuner e. V.

Straßenkatzen in Bulgarien

Katzen leiden oft im Verborgenen. Sie verstecken sich, sind unauffällig und die meisten Menschen haben keine Angst vor ihnen. Dies können Gründe dafür sein, dass ihr Schutz nicht gesetzlich geregelt wird. In Sofia steigt seit dem Rückgang der Population der Straßenhunde die der Katzen an. Da es keine ausreichenden Programme für die Pflege und die Kontrolle der Katzen gibt, leiden sie im Stillen auf der Straße. Krankheiten, Gewalt und Mangelernährung führen bei vielen Katzen zu einem frühen, qualvollen Tod.

VETO befürwortet Kastrationsprogramme, um die Vermehrung von Straßentieren einzudämmen. Zusätzlich zu jeder Futterspende erhalten die Tierschutzvereine deshalb eine finanzielle Unterstützung, um beispielsweise Kastrationen finanzieren zu können.

Tierschutz in Bulgarien auf einen Blick

  • Bulgarien verfügt über ein solides Tierschutzgesetz.
  • Tötungsstationen gibt es nicht. Kastrationsprogramme sollen die Anzahl der Straßentiere eindämmen.
  • Besonders hoch ist die Zahl der Straßenkatzen.
  • Viele Tiere werden ausgesetzt.