Tierquälerei melden
Du hast beobachtet, wie jemand ein Tier quält, vernachlässigt oder misshandelt? Über unser Meldeformular kannst du uns Tierquälerei melden. So hilfst du uns, auf Missstände aufmerksam zu machen und konkret gegen unrechtmäßiges Verhalten vorzugehen. Fülle jetzt das Formular aus!
Vielen Dank für deine Unterstützung – gemeinsam bewegen wir Tierschutz.
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Was fällt unter Tierquälerei?
Tierquälerei liegt vor, wenn einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden. Diese Qualen entstehen nicht nur durch aktives Handeln, wie körperliche Gewalt, sondern auch durch Formen wie Vernachlässigung, fahrlässiger Umgang, nicht artgerechte Haltung und dauerhafter Stress oder Angst. Wer ein Tier hält oder betreut, muss es laut Tierschutzgesetz angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen.
Ob ein zurückgelassener Hund bei Hitze im Auto, ein abgemagertes Pferd auf der Koppel oder ein Wildtier bei Fotoshootings, das an kurzer Leine drangsaliert wird – all das sind Beispiele für Tierquälerei.
Welche Strafen gibt es für Tierquälerei?
Nach § 17 Tierschutzgesetz (TierSchG) wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wer ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet, ihm aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt oder ihm länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen und Leiden zufügt. Leichtere Verstöße können nach §18 TierSchG auch lediglich als Ordnungswidrigkeit eingestuft werden und mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro bestraft.
Nach § 20 kann das Gericht ebenfalls ein Tierhalteverbot aussprechen, welches das Halten und Betreuen von Tieren, den Handel, den berufsmäßigen Umgang für ein bis fünf Jahre oder für immer untersagen kann. Unabhängig von einem Strafverfahren kann das Veterinäramt nach § 16a TierSchG betroffene Tiere wegnehmen und die Haltung untersagen.
„Tierschutzgesetze sind in Deutschland nicht zu lasch, sondern müssen richtig genutzt werden.“
Warum fallen die Strafen nicht härter aus?
Das Tierschutzgesetz wird häufig kritisiert, da die Strafen zu gering ausfallen und nicht das volle Strafmaß ausnutzen. Viele Verfahren enden mit einer Geldstrafe oder werden eingestellt. Laut Strafverfolgungsstatistik für das Jahr 2020 wurden nur 1.027 Personen wegen Tierschutzdelikten verurteilt, davon 95% zu einer Geldstrafe. Die Umsetzung des Tierhalteverbots gerät ebenfalls immer wieder in die Kritik. In der Praxis werden lebenslange Verbote selten verhängt. Fälle, in denen Tierquäler und Tierquälerinnen mit Halteverbot erneut Tiere erwerben, stellen die Effektivität der Maßnahme in Frage.
Dabei mangelt es nicht an Grausamkeiten, die Tieren in Deutschland und darüber hinaus widerfahren – wie der aktuelle Fall um Hündin Jette belegt. Die mutmaßlich schwere Misshandlung und Ermordung des Hundes hatte im Sommer 2026 zu Demonstrationen und öffentlichem Aufruhr in Deutschland geführt. Tierschützende sind sich einig: Es müssen härtere Strafen verhängt werden.
Unser Appell: nicht wegsehen! Mit Mut und Zivilcourage kannst du Leben retten und Tierquäler und Tierquälerinnen zur Rechenschaft ziehen. Dabei ist das Gesetz auf deiner Seite.
Das kannst du tun
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Wie setzt sich VETO gegen Tierquälerei ein?
Im Einsatz gegen Tierquälerei geht VETO Meldungen nach, die uns über das Formular oder aus unserer Community erreichen, und macht Missstände über Pressearbeit und Social Media öffentlich. Wir erstatten Strafanzeigen in konkreten Tierquälerei-Fällen und fordern härtere Strafen bei Gewalt gegen Tiere.