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Trainingsplätze retten Leben

Malinois und andere anspruchsvolle Rassehunde werden immer wieder angeschafft, ohne dass ihre besonderen Bedürfnisse ausreichend berücksichtigt werden. Ihre hohe Reizoffenheit und ihr anspruchsvolles Verhalten können Menschen schnell überfordern. Nicht selten folgt die Abgabe. Für Hunde wie Arne kann professionelles Training dann die letzte Chance auf ein neues Leben sein.

Mit deiner Hilfe finanzieren wir Trainingsplätze für Hunde, die ohne professionelle Unterstützung kaum eine Chance auf ein Zuhause hätten.

 

So hilft VETO

Rettung ermöglichen

Wir helfen Hunden, die aufgrund ihres Verhaltens kaum noch eine Perspektive haben, und bringen sie an geeignete Plätze.

 

Training finanzieren

Wir übernehmen die Kosten für Transport, professionelles Training und die intensive Betreuung durch erfahrene Hundetrainer.

 

Zukunft schenken

Wir schaffen die Voraussetzungen, dass schwer vermittelbare Hunde eine Chance auf ein passendes Zuhause bekommen.

 
 

Hunderassen als Trend

Spektakuläre Malinois-Videos und Welpen-Content sorgen auf TikTok und Instagram für Millionen Klicks. Immer wieder werden dadurch bestimmte Hunderassen zum Trend. Was dabei schnell vergessen wird: Hinter dem Hype stehen Hunde mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen und Eigenschaften und nicht jede Rasse passt zu jedem Menschen.

Ein Blick nach Rumänien zeigt ein ähnliches Muster wie in Deutschland. Obwohl es in rumänischen Sheltern insgesamt vergleichsweise wenige Rassehunde gibt, begegnen uns dort Schäferhunde und Malinois auffällig häufig. Auch in Deutschland hat unser Partner SpecialDogs e. V. regelmäßig mit solchen Fällen zu tun. Es zeigt, wie Hunde, die gerade im Trend liegen und teils aus einem Coolness-Faktor heraus angeschafft werden, zu Opfern dieser unüberlegten Anschaffung werden, unabhängig vom Land.

 

„Man kauft sich Intelligenz und wundert sich dann, dass sie auch gegen einen arbeiten kann. Ein schlauer Hund ohne klare Regeln findet immer eine eigene Lösung.“

Johanna Spahr, Hundetrainerin


Polizeihunde: ausgedient und aussortiert

Malinois werden gezielt für Polizei, Militär und Sicherheitsdienste gezüchtet. Doch nicht jeder Hund bringt später die Eigenschaften mit, die für einen solchen Einsatz benötigt werden. Hunde, die sich nicht oder nicht mehr für den Dienst eignen, werden teilweise an Privatpersonen vermittelt oder verkauft. Aus hochspezialisierten Arbeitshunden sollen dann plötzlich normale Familienhunde werden.

 
 

Malinois: unterfordert und unterschätzt

Der Malinois ist ein hochintelligenter Arbeitshund mit enormem Bewegungsdrang und Arbeitswillen. Er braucht Erfahrung, klare Strukturen und Aufgaben, die ihn körperlich und geistig fordern. Was dabei häufig unterschätzt wird, ist nicht in erster Linie mangelnde Motivation der Menschen, sich mit dem Hund zu beschäftigen. Entscheidend ist vielmehr, wie reizoffen diese Hunde sind und wie schnell sie zu Aggressionsverhalten neigen – Eigenschaften, für die sie in bestimmten Kontexten gezielt gezüchtet wurden.

Viele Menschen schaffen es nicht, dem Hund die Regulierung und verbindliche Anleitung zu geben, die er braucht. Diese Hunde brauchen mehr als Beschäftigung und Auslastung. Sie brauchen Orientierung und einen Menschen, der sie zuverlässig anleitet. Werden diese Bedürfnisse unterschätzt, können Verhaltensprobleme entstehen. Aus Überforderung folgt zu häufig die Abgabe.


 

Tierheime als Endstation

Für Tierheime sind Hunde wie Malinois eine enorme Herausforderung. Sie brauchen Zeit, erfahrene Trainer und intensive Beschäftigung. Ressourcen, die im stressigen Tierheimalltag oft fehlen oder für Vereine nicht finanzierbar sind. Viele dieser Hunde verbringen deshalb Monate oder Jahre im Tierheim. Für manche droht am Ende sogar die Euthanasie.

 

Nicht jeder Hund, dem die Euthanasie droht, ist hoffnungslos. Oft fehlen nur Zeit, Erfahrung und die Mittel für professionelles Training.

 

Drei Jahre im Käfig. Bis wir Arne entdeckten.

Arne war gerade einmal ein Jahr alt, als er in einem Tierheim in Rumänien abgegeben wurde. Warum seine damaligen Besitzer ihn nicht mehr wollten, wissen wir nicht.

Was wir wissen: Die nächsten drei Jahre verbrachte Arne in einem kleinen Käfig. Ohne Auslauf, ohne Beschäftigung und nahezu ohne soziale Kontakte. Bei unserer letzten Rettungsmission in Rumänien entdeckten wir ihn im städtischen Tierheim von Buftea. Drei Jahre waren vergangen, ohne dass sich für Arne etwas verändert hatte. Wir wollten ihn dort nicht zurücklassen.

Gemeinsam mit unserem Partner SpecialDogs e. V. konnten wir Arne aus dem Tierheim holen. Heute ist er bei Hundetrainerin Johanna Spahr. Sie gibt ihm die Zeit und professionelle Betreuung, die er braucht, und findet Schritt für Schritt heraus, welche Zukunft für ihn möglich ist. Nach drei Jahren im Käfig bekommt Arne jetzt endlich seine zweite Chance.


1 | Arne in der Tötungsstation




2 | Maulkorb zur Absicherung




3 | Erste Einschätzungen seines Verhaltens




4 | Intensives Training




5 | Arne auf seiner Pflegestelle



     

Das sagt die Expertin dazu

VETO arbeitet mit Hundetrainerin Johanna Spahr zusammen (bekannt von ihrem Instagram-Account @johanna_hundemensch), um Hunde wie Arne zu begleiten. Seit Jahren hilft sie verhaltensauffälligen Hunden und ihren Haltern, Vertrauen zurückzugewinnen oder den Weg in ein neues Zuhause zu finden.

 
 

Die Wurzel des Problems

VETO spricht sich grundsätzlich gegen die Zucht von Hunden aus. Solange weiterhin gezüchtet wird, braucht es aus unserer Sicht zumindest deutlich strengere Regeln. Das gilt besonders für hochspezialisierte Rassen, die gezielt für den Einsatz bei Polizei, Militär oder Sicherheitsdiensten gezüchtet werden.

Hunde dürfen nicht für besondere Aufgaben gezüchtet werden und anschließend ohne ausreichende Prüfung und Verantwortung in Privathaushalten landen. Wer Hunde für einen bestimmten Zweck züchtet oder vermehrt, muss Verantwortung dafür tragen, was mit ihnen passiert, wenn sie für diesen Zweck nicht geeignet sind oder nicht mehr eingesetzt werden.

 

Schenk Hunden wie Arne eine Chance!

Arne soll erst der Anfang sein. Gemeinsam finanzieren wir professionelle Trainingsplätze für Hunde, die ohne diese Unterstützung ihr Leben im Tierheim verbringen oder sogar eingeschläfert würden.