Tiere in der Unterhaltungsindustrie
Pferde, die Touristinnen und Touristen in Kutschen durch europäische Metropolen ziehen. Wildtiere, ruhiggestellt für Fotos. Hunde, gezüchtet für Rennen und aussortiert, sobald sie nicht mehr schnell genug sind. Tiere, vorgeführt in Shows und Zoos. Dahinter steckt dasselbe Prinzip: Tiere werden für Unterhaltung und wirtschaftliche Interessen benutzt – auf Kosten ihrer Bedürfnisse, mit Gefahr für Mensch und Tier.
Wir setzen uns für ein Ende der Ausbeutung ein.
„Ob Wildtiershooting, Zoo, Zirkus oder Tierrennen: Kein Tier hat es verdient, für unsere Unterhaltung ausgebeutet und in ein unnatürliches Leben gezwungen zu werden. Deshalb sagen wir: Unterhaltung ja, aber ohne Tiere!“

Fatale Folgen für die Tiere
Ein Publikum zahlt für die Unterhaltung, das Tier trägt die Kosten dafür mit physischem und psychischem Leid. Fluchttiere wie Pferde werden bei Kutschfahrten durch Straßenlärm in Panik versetzt, in ihrer Bewegung eingeschränkt und kollabieren in der Hitze. Hunde in der Greyhoud-Racing-Industrie wie in Irland erleiden auf den Bahnen schwere bis tödliche Verletzungen. Für Fotoshootings und Zirkusshows werden Wildtiere zu unnatürlichem Verhalten gezwungen, zeigen abseits der Bühne Verhaltensstörungen und Stereotypien aufgrund nicht artgerechter Haltung.
Zahlreiche dokumentierte Fälle belegen: Die Bedürfnisse von Tieren in der Unterhaltungsindustrie werden immer wieder missachtet.

Sicherheitsrisiko für Menschen
Wo Tiere unterhalten sollen, steigt das Risiko unkontrollierbarer Reaktionen. Gerade Wildtiere wie Tiger oder Elefanten sind dem Menschen körperlich deutlich überlegen und durch ihre natürlichen Instinkte nicht zuverlässig kontrollierbar. Zwischenfälle können schnell tödlich enden, wie der Ausbruch eines Elefanten aus dem Zirkus belegt, der 2015 in Buchen (Baden-Württemberg) einen Spaziergänger tödlich verletzte [1]. Oder der Angriff eines Leoparden auf das Model bei einem Fotoshooting in 2021 [2]. Und auch Pferdekutschen verursachen wiederholt Unfälle, teils mit tödlichen Folgen wie zuletzt im New Yorker Central Park [3].
Fakten über Tiere in der Unterhaltungsindustrie
Neues Kapitel: Warum wir nicht wegschauen können
Bisher unterstützt VETO vor allem Straßen- und Tierheimtiere: mit Futter, medizinischer Hilfe, Kastrationen und besseren Bedingungen in Tierheimen. Doch Tierschutz endet für uns nicht an den Toren eines Tierheims. Deshalb wird VETO künftig auch dort aktiv, wo Tiere für menschliches Vergnügen ausgebeutet werden. Wir decken Missstände auf, starten Kampagnen und üben Druck auf diejenigen aus, die vom Leid der Tiere profitieren. Tiere sind keine Attraktion, kein Sportgerät, keine Ware.
Das kannst du tun
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Andere aufklären
Teile Fakten mit deinem Umfeld und sensibilisiere für Tierleid hinter Shows, Zoos und Fotoshootings mit Wildtieren.
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Veranstaltungen meiden
Kaufe keine Tickets für Attraktionen, bei denen Tiere für Unterhaltung und Profit ausgebeutet werden.
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Aufklärung unterstützen
Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende und ermögliche Kampagnen, die Missstände aufdecken und Wandel bewirken.
[1] https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/zirkuselefant-toetet-spaziergaenger-in-baden-wuerttemberg-a-1038688.html
[2] https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/sachsen-anhalt-leopard-verletzt-frau-bei-fotoshooting-17500675.html
[3] https://www.spiegel.de/panorama/new-york-city-18-jaehriger-stirbt-nach-unfall-mit-pferdekutsche-im-central-park-a-5a4e1d61-7a9f-4f1e-94b5-d2de76702957
[4] https://en.aap.eu/wp-content/uploads/sites/5/2023/02/AAP-2023-THE-DARKNESS-BEHIND-THE-SPOTLIGHTS-FINAL-gecomprimeerd_compressed.pdf
[5] https://www.peta.de/themen/wildtiere-zirkus-verbot/
[6] https://windhund-netzwerk.de/Hast-du-gewusst/Irland-England/
[7] https://media.4-paws.org/c/8/0/6/c8063f80bd9a40b1e35e4cc11c6ec33782304e5e/2021_EfA%20Circus%20Report%20%28003%29.pdf
[8] https://www.vier-pfoten.at/kampagnen-themen/themen/pferdehilfe/wiener-fiakerpferde/gesetze-zu-pferdekutschen