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Eine Stimme für Galgos

Petition gegen den Missbrauch der spanischen Windhunde

Das elende Leben eines Galgos in Spanien gipfelt in akuter Not, wenn die Jagdsaison am 1. Februar endet. Für die Jäger sind die spanischen Windhunde nun unbrauchbar. Sie setzen die aussortierten Tiere mit gebrochenen Beinen aus, erhängen sie an Bäumen, werfen sie in Brunnen, erschießen sie oder zünden sie an.

Europaweite Regelungen zum Schutz von Tieren können die Galgos und andere Jagdhunderassen vor Ausbeutung und Leid bewahren. Denn so unvorstellbar es klingt – bisher gibt es keine einheitlichen Tierschutzgesetze in Europa. Das muss sich ändern!

 

Die Petition wurde am 01. März 2021 erfolgreich eingereicht.

Danke an 38.248 Tierfreund:innen, die unsere Petition unterzeichnet haben.

Wir informieren dich, sobald es Neuigkeiten gibt.

Hier findest du die Ausarbeitung der Petition an das Europäische Parlament mit den Hintergrundinformationen und dem Lösungsvorschlag.

 

Ausbeutung und Leid aus Tradition

In Spanien gilt die Hasenjagd mit Galgos immer noch als Volkssport. Offizielle Wettkämpfe, Zuchttiere und hohe Geldsummen machen die Galgos zu einem profitablen Wirtschaftsfaktor unter dem Deckmantel der Tradition.

Wer glaubt, das Leid der spanischen Windhunde beginne erst mit dem Tag ihrer Entsorgung, der irrt. Für die Jäger sind die Galgos allein Jagdausrüstung und werden entsprechend behandelt. Um die Unterhaltskosten gering zu halten, mangelt es an Futter, Wasser und einer artgerechten Unterbringung. Abgelegen werden sie in dunklen Verschlägen gehalten. Viele der Hunde werden misshandelt, bei der Abrichtung gequält und bei der Jagd ausgebeutet.

Aufklärung zeigt Wirkung

In kleinen Schritten zeigt die langjährige Aufklärungsarbeit für bessere Lebens- und Haltungsbedingungen der Galgos Wirkung. Viele Spanier:innen, die sich aufopferungsvoll für den Schutz der Tiere einsetzen, aber auch Unterstützer:innen in ganz Europa, ist der gesellschaftliche Wandel zu verdanken.

Einige Jäger erleichtern mittlerweile ihr Gewissen damit, dass sie die Tiere im Tierheim abgeben und nicht töten. Das ist ein kleiner Erfolg für die Tierschützer:innen, weil die Tiere nicht mehr sterben. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch noch mehr Arbeit und finanzielle Belastung für die Tierschutzorganisationen. Nun ist die Politik gefragt, den Fortschritt mit Gesetzen zu untermauern.

Tierschutz einen festen Platz in der Gesellschaft geben

Es ist enorm wichtig, dass sich nicht nur in Spanien, sondern in ganz Europa sowohl auf politischer als auch auf gesellschaftlicher Ebene etwas ändert. Das Thema Tierschutz hat von Land zu Land einen unterschiedlichen Stellenwert. Häufig findet es kaum Beachtung und steht ganz unten auf der Tagesordnung.

Abhilfe können europäische Standards und Regelungen schaffen, die alle EU-Mitgliedsstaaten einhalten. Darum fordern wir bereits seit 2018 in unserem ersten Petitionsbrief an das Europäische Parlament ein einheitliches Tierschutzgesetz für Europa im Interesse der Tiere. Wir wollen das Thema erneut an die Tagesordnung bringen und ein Zeichen der Beharrlichkeit setzen!