Magazin · Tierschutz aktiv · 18. März 2025
· 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert am 11. Mai 2026
Massentötungen von Straßenhunden in Marokko: VETO erhebt die Stimme!
Marokko plant die Tötung von Millionen Straßenhunden im Vorfeld der FIFA-WM 2030. VETO verurteilt diese grausame Maßnahme und unterstützt nachhaltige Lösungen. Jetzt ist der Moment, um gemeinsam für den Schutz der Tiere einzutreten!

Straßenhunde gehören vielerorts in Marokko zum Stadtbild. Im Vorfeld der Fußball-WM will man sie loswerden. Foto: VETO
VETO fordert: Schluss mit der grausamen Tötung von Straßenhunden!
Die bevorstehende FIFA-Weltmeisterschaft 2030 in Marokko sorgt für weltweite Kritik – nicht wegen des Sports, sondern wegen der geplanten Massentötung von bis zu drei Millionen Straßenhunden. Die marokkanische Regierung will diese durch Vergiftung und Erschießung eliminieren, um das Stadtbild für Touristen attraktiver zu gestalten.
VETO verurteilt die grausamen Maßnahmen aufs Schärfste!
Diese schockierende Entwicklung ruft Tierschutzorganisationen, Politiker und die internationale Gemeinschaft auf den Plan. Wir fordern die Verantwortlichen in Marokko sowie die FIFA und ihre Sponsoren auf, sich gegen diese Massentötungen zu positionieren und nachhaltige Alternativen zu fördern, um das Problem ethisch und langfristig zu lösen.
Massentötungen in Marokko – eine grausame und unwirksame Lösung
„Die geplante Massentötung ist ein moralisches Desaster und muss gestoppt werden. Als Organisation, die sich für nachhaltige Tierschutzlösungen einsetzt, sehen wir es als unsere Pflicht, diese grausamen Maßnahmen anzuprangern und bessere Alternativen aufzuzeigen,” sagt Marco van Dré, Gründer von VETO, deutlich.
Die systematische Tötung von Straßenhunden ist keine nachhaltige Lösung. Zahlreiche Beispiele aus anderen Ländern zeigen, dass solche Maßnahmen nur kurzfristig wirken. Ohne begleitende Kastrationsprogramme steigt die Population innerhalb weniger Jahre erneut an – und der brutale Kreislauf beginnt von vorn.
Humane Alternativen statt Massentötungen: Warum Kastration die Lösung ist
Sarah Schonert, Projektleiterin für Kampagnen bei VETO, erklärt: „Es gibt bereits erprobte Lösungen, die weltweit funktionieren. Kastrations– und Impfprogramme sind der einzige humane und nachhaltige Weg, um die Straßenhundepopulation zu kontrollieren. Es ist jetzt an der Zeit, in diese langfristigen Maßnahmen zu investieren.“
Erfolgreiche Programme weltweit belegen, dass Kastrations- und Impfprogramme die einzige ethisch und langfristig wirksame Methode zur Kontrolle von Straßenhundepopulationen sind. Sie sorgen für stabile und gesunde Hundepopulationen, verhindern Tierleid und verbessern das Zusammenleben zwischen Mensch und Tier. VETO setzt sich dafür ein, dass diese Programme großflächig in Marokko umgesetzt werden – bevor es zu den geplanten Massentötungen kommt.

Für ein sauberes Stadtbild sollen die Straßenhunde weichen. Das unermessliche Leid, das dadurch entsteht, wird ignoriert. Foto: VETO
Neben der Kastration ist auch die flächendeckende Impfung, insbesondere gegen Tollwut, von entscheidender Bedeutung. Organisationen weltweit haben bewiesen, dass gut durchgeführte Impfkampagnen nicht nur das Leiden der Tiere reduzieren, sondern auch das Risiko für die menschliche Bevölkerung senken. Tollwut bleibt eine der Hauptängste im Umgang mit Straßenhunden, was oft als Rechtfertigung für Massentötungen herangezogen wird. Durch systematische Impfprogramme kann die Verbreitung dieser Krankheit eingedämmt werden, wodurch eine friedliche Koexistenz von Mensch und Tier gefördert wird.
Eine ganzheitliche Herangehensweise, die Kastration mit Impfungen kombiniert, ist der einzig nachhaltige Weg, um langfristig die Straßenhundepopulationen unter Kontrolle zu halten und zugleich den Gesundheits- und Tierschutz zu gewährleisten.
FIFA, Adidas & Co.: Ihr Schweigen macht euch mitschuldig!
„Die FIFA und ihre Sponsoren dürfen nicht wegsehen, während Millionen unschuldiger Tiere sterben. Wir fordern eine klare Haltung und die Unterstützung von nachhaltigen Lösungen, die langfristig wirken“, argumentiert Sarah Schonert weiter.
Als weltweit größtes Sportevent zieht die Fußball-WM enorme Aufmerksamkeit auf sich. Doch mit dieser Sichtbarkeit kommt auch Verantwortung. Die FIFA darf nicht zulassen, dass im Namen des Sports massenhafte Tierquälerei stattfindet. Langjährige Partner wie Adidas, Coca-Cola, Visa und Hyundai sollten sich klar positionieren und sicherstellen, dass ihr Name nicht mit Tierleid in Verbindung gebracht wird.
VETO fordert von der FIFA und ihren Partnern verbindliche Auflagen für den WM-Gastgeber Marokko, um humane Maßnahmen (TNVR) zu ergreifen und finanzielle Hilfe für anerkannte Organisationen zu leisten, die sich für Straßentiere einsetzen.
Supporte uns dabei und unterzeichne unseren offenen Brief an FIFA-Präsident Gianni Infantino und das Exekutivkomitee.
VETO übernimmt Verantwortung – und ruft zum Handeln auf!
Wir von VETO übernehmen eine führende Rolle, um den Tierschutz in Marokko voranzutreiben. Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir Kastrationskampagnen um, üben politischen Druck aus und sorgen dafür, dass Marokko sich für ethische Alternativen entscheidet.
Seit Ankündigung der WM waren wir auf drei Tierschutzreisen in Marokko, um uns persönlich ein Bild von der Lage zu machen und vor Ort zu helfen – es war erschreckend, was wir erlebt haben. Aber wir haben auch gesehen, wie sich engagierte Tierschützende mit aller Kraft jeden Tag für die Straßenhunde einsetzen. Und wir konnten ihnen bereits helfen!
Dank unserer starken Community haben wir innerhalb kürzester Zeit 180.000 Euro für den Kauf eines Grundstücks, 1 Lkw Futter und 30.000 Euro für Impfungen, Kastrationen und medizinische Versorgung von Straßenhunden für den Verein Beldi Dog Rescue in Chefchaouen gesammelt – Danke!
Lies hier alles über die „3 Engel für Chaouen“, die sich seit Jahren passioniert für die Straßentiere im Norden von Marokko einsetzen. Die Hintergrundinfos über die heikle Situation in Chaouen, wo weder die Regierung noch die FIFA Verantwortung übernehmen, findest du in diesem Magazinbeitrag.
Jetzt handeln – Stoppt die Massentötungen in Marokko!
Wir brauchen deine Unterstützung, um jetzt weiterzumachen!
Unsere Petition „Kein Mord für den Fußball“ hat fast 150.000 Unterschriften erreicht. Hilf uns, die 200.000 vollzumachen und unterschreibe jetzt – jede Stimme zählt!
Im Sommer 2025 waren wir im EU-Parlament in Brüssel auf der Veranstaltung Dying for the Sake of Football: Culling of Stray Dogs in Morocco ahead of the 2030 FIFA World Cup. Wir haben dort über die Hintergründe unserer ersten Marokko-Reise berichtet und gemeinsam mit internationalen Organisationen wie der RSPCA und Vier Pfoten mögliche Lösungsansätze diskutiert.
Lies den vollständigen Bericht im Magazin oder sieh dir eine Aufzeichnung vom Event im EU-Parlament an. Zu sehen, dass das Thema bei der EU Gehör findet, war für uns ein erster Erfolg, und Grund dafür, uns weiterhin mit aller Macht für die Straßenhunde in Marokko einzusetzen.
Bleib dran!
Die kommenden Monate und Jahre werden entscheidend für die Situation in Marokko sein. Die internationale Gemeinschaft muss jetzt aktiv werden, um ein Umdenken zu bewirken. Als führende Stimme für den Tierschutz ruft VETO dich dazu auf, deine Stimme zu erheben!
Wir haben 4 Jahre, bis zur Fußball-WM in Marokko. Lass uns die Zeit nutzen und gemeinsam für eine Zukunft kämpfen, in der Tiere nicht mehr als Störfaktor behandelt werden, sondern als Lebewesen mit Rechten. Gemeinsam können wir wirklich etwas bewegen – in Rumänien haben wir bewiesen, dass wir Großes erreichen können!
Folge uns jetzt auf Social Media und abonniere unseren Newsletter, um nichts zu verpassen.






